Wie kann man im Zeitalter des Internets und KI noch Mensch sein?

Menschsein bedeutet ganz sicher nicht, einem vorgeschriebenen Lebensplan zu folgen.

Wir sind heute mehr denn je bloße Datenpunkte. Objekt statt Subjekt.

Wie kann es sein, dass im 21. Jahrhundert die höchste Fähigkeit des Menschen, das Denken, zum Problem wird? Ich höre immer nur Monkey Brain und Overthinking und Self-Sabotage. Die ganze Verantwortung darauf, mit der weltlichen Überforderung klar zu kommen, wird auf das Individuum gelegt.

Wartung der Mensch-Maschine

Die seelische Gesundheit beschäftigt mich noch immer. Meine eigene in allererster Linie, aber auch die anderer Menschen. Vor allem interessiert sich mich aus theoretischer Perspektive. Heute las ich einen Artikel, in dem kritisiert wurde, dass Techniken wie Achtsamkeit, Meditation und Yoga letztlich auch nur dem Funktionieren des Subjekts in der Arbeitsgesellschaft dienen bzw. der Wartung der Mensch-Maschine, wie der Autor es formulierte.

Daran ist sicherlich vieles richtig. Auch ich bin keine Freundin dieser Techniken, wenn sie zum Selbstzweck werden. Fakt ist aber, dass seelische Gesundheit innerhalb der Arbeitsgesellschaft immer den Aspekt des Funktionierens beinhaltet. Der Mensch soll ermächtigt werden, sein Leben selbständig zu bewältigen und dazu gehört nun einmal auch den Lebensunterhalt zu bestreiten.