Die wichtigste Frage

Die Content-Maschine in deinem Kopf

Fantasie nennt man sie. Einbildungskraft. Urteilsvermögen. Wobei die letzteren beiden voneinander unterschieden werden müssen, aber nicht in diesem Text. „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“, proklamierte Kant und obwohl dieser Spruch noch viel älter ist, so ist er doch aktueller denn je.

Die meisten Menschen bilden sich ja ein, sie würden ihren Verstand gebrauchen, indem sie sich eine Meinung bilden und diese auf Social Media kund tun. Dass diese Meinung aber auf Gefühlen, Instinkten und Vorurteilen basiert, ist den meisten nicht bewusst.

Ich zweifle, also bin ich

Descartes sagt, man solle sich (mindestens) einmal im Leben entschließen, „an Allem zu zweifeln, wo der geringste Verdacht einer Ungewissheit angetroffen wird.“ Das bedeutet aber nicht, dass man alle Politiker unter Generalverdacht stellen und alle Youtuber als zuverlässige Erkenntnisquelle akzeptieren sollte.

Im Gegenteil bedeutet es davon auszugehen, dass jedes meiner Gegenüber mich anlügen könnte, alle Aussagen subjektiv sind und Irrtümer enthalten könnten. Ich vermisse im aktuellen Diskurs diese Demut mit der Descartes sich hingesetzt hat und sagte: Vielleicht täuscht mich ein böser Dämon über alles, was ich weiß.

Hinterfrage alles

Diese Haltung ist nicht modern und ich denke, dass sie es niemals war, denn sonst hätte Descartes nicht so einen durchschlagenden Erfolg gehabt. Auch das Dogma „Hinterfrage alles“ führt zu einem Zirkelschluss. Denn „Warum?“ sollte man alles hinterfragen.

Trotzdem glaube ich, dass in unserer Welt zu viel gebrüllt und zu wenig gefragt wird. Fragen bedeutet immer auch Verletzlichkeit. Schließlich begibt man sich in die Position des Unterlegenen. Man muss nicht unbedingt „Warum“ fragen. Das führt oft genug zu unbefriedigenden Antworten.

Die wichtigste Frage

Ich glaube, die wichtigste Frage, die wir uns heute stellen müssen, ist die Frage: „Wer profitiert davon?“ Denn unsere auf Ausbeutung basierende Welt ist so eingerichtet, dass es immer, immer, immer jemanden gibt, der profitiert. Wenn wir daher diese Frage beantworten können, wissen wir zumindest schon einmal, woher der Wind weht.

Alle anderen Fragen sind natürlich auch wichtig, zum Beispiel die Fragen „Was können wir (dagegen) tun?“ und „Wie können wir es ändern?“ Aber bevor wir die Situation nicht vorurteilsfrei analysiert haben, können wir diese Fragen nicht sinnvoll stellen.

Welche weiteren Fragen müssen wir unbedingt stellen?

Schön angenehmes Leben als neue Nichtraucherin in der Vorweihnachtszeit

Ich freue mich immer! wenn ich ein leeres Blatt vor mir habe und einfach irgendwelchen Blödsinn von mir geben kann. Eine große Labertasche bin ich nicht, aber wenn es ums Schreiben geht, kann ich vom Hundertsten ins Tausendste kommen und alle meine Gedanken fließen lassen. Mit meinem Privatleben geht es langsam aber stetig bergauf, vor allem weil ich mich mit dem Berufsleben angefreundet habe und mich endlich auf andere Sachen konzentrieren kann.

Trotz Dunkelheit und schlechtem Wetter habe ich Energie, mich mit angenehmen und unangenehmen Aktivitäten zu beschäftigen. Das verdanke ich nicht zuletzt dem Vitamin D.
Nach etwa einem Tag habe ich gemerkt, wie es bei mir eingeschlagen hat und mir Lebenskraft gegeben hat.

Mein Schreibprojekt stockt zur Zeit, aber ich bin sicher, dass es auch damit bald weitergehen wird.

Darüberhinaus habe ich meine Social Media Profile wieder ausgegraben und will online auch wieder aktiver sein. Vielleicht mal wieder ein Fotoshooting machen? Das wäre eigentlich schön, auch wenn das im Sommer natürlich leichter von der Hand geht. Aber das betrifft hauptsächlich mein anderes Ego, sodass ich hier eigentlich nicht davon berichten müsste.

Ich freue mich auf Weihnachten. Ich freue mich auf meinen Urlaub. Und ich habe mich mittlerweile mit meiner Arbeit angefreundet und quäle mich nicht mehr jeden Tag dorthin. Hamsterrad hin oder her. Es ist angenehm, einer regelmäßigen Aktivität nachzugehen und jeden Tag dieselben Leute um sich zu haben. Jetzt kann ich mich voll und ganz auf mein Privatleben konzentrieren und mein Leben wieder ins Gleichgewicht bringen.

Freunde und Familie sind wichtig für die psychische Gesundheit. Genauso wie Sport und eine schöne saubere gemütliche Wohnung. Das alles am Laufen zu halten, erfordert Aufwand, aber ich bin mittlerweile bereit den zu erbringen.

Schön wäre es auch eine Gelegenheit zu haben, mich richtig aufzudonnern und meine pinke Perücke auszuführen, aber auch das ist im Winter nicht so einfach und die letzte Gelegenheit dazu habe ich einfach verstreichen lassen. Vielleicht beschenke ich mich zu Weihnachten mit einer neuen Perücke und erfreue die Familie mit blauen Haaren. Ich habe ein echt schönes Exemplar gefunden, das ich gern meiner Sammlung hinzufügen würde.

Beim Weihnachtsgeschenke shoppen fühle ich mich schrecklich egoistisch. Für jedes Geschenk, das ich kaufe, finde ich mindestens eine Sache, die ich für mich haben möchte und dann entsprechend hinzufüge. So wächst mein Hausrat langsam aber sicher mit Dingen an, die schön und angenehm sind.

Besonders schön finde ich das 5-Jahres-Tagebuch, was ich mir gegönnt habe. Darin kann man jeden Tag eine Frage beantworten und das 5 Jahre in Folge. Auch schön wird die Reise nach Utopia, die ich mir ebenfalls fürs neue Jahr vorgenommen habe.

Ansonsten struggle ich damit mir das Rauchen abzugewöhnen. So langsam habe ich es echt satt dieser Angewohnheit nachzugehen und versuche jetzt echt damit aufzuhören. So langsam gelingt es auch: Seit 2 Tagen bin ich Nichtraucherin und hoffe, dass ich nicht wieder einknicke. Aber es wird von Tag zu Tag leichter und nach dem dritten Tag ist auch das Nikotin raus aus dem Blut.

Arbeit 2.0 – Links

Dieser Artikel ist Teil der Materialsammlung zum Thema Arbeit 2.0. Ich habe ein paar Artikel zusammengetragen, die sich mit Arbeit 2.0 bzw. Arbeit in der Wissensgesellschaft beschäftigen.

Bayern2 Dossier Arbeit 2.0 – Zwischen Selbstbestimmung und Selbstausbeutung über die Digitale Bohème und deren technische Grundlagen
Inhalt: Ford bestimmte das Arbeitsmodell der Massenproduktion, Zuse den Büromenschen der Dienstleistungsgesellschaft und das Web 2.0 die flexiblen Kreativen.

In der Computerwoche schreibt Alexandra Mesmer über Arbeit 2.0 und die Generation der unter 30-Jährigen, die Arbeit neu definiert: „Sie sind immer online und wollen anders arbeiten: selbständig, ohne Zeitkorsett und Anwesenheitspflicht.“

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