Als Versagerin selbständig machen

Ich würde gern mein Hobby zum Beruf machen. Ich würde gern etwas tun, worin ich so richtig gut bin und alle meine Talente zum Ausdruck bringen kann. Was liegt also näher als mich als Versagerin selbständig zu machen?

Ich kriege ja doch nichts auf die Reihe. Wieviele Karrierewege habe ich eingeschlagen, um sie resigniert wieder aufzugeben? Wieviele halbgare Ideen liegen in meiner Schublade? Wievielen Projekten habe ich mich gewidmet, ohne auch nur eines von ihnen je zu Ende zu bringen?

Jammern, kann ich. Scheitern, kann ich. Leute vergraulen, kann ich am besten. Und am zweitbesten kann ich schlechte Texte schreiben.

Aber ich lasse mich nicht unterkriegen, ich werde daraus Kapital schlagen, auch wenn ich noch nicht weiß, wie. Ich habe viele gute Ideen, mit denen ich scheitern kann und eine nach der anderen probiere ich aus. Eines Tages werde ich mein Ziel der finanziellen Unabhängigkeit schon erreichen.

Arbeit 2.0 – Literatur

Die Bachelorarbeit ist fertig und ich kann nun endlich den letzten Teil der Materialsammlung zum Thema Arbeit 2.0 präsentieren. Für alle, die sich also für das Thema Arbeit 2.0 interessieren, sind hier ein paar alphabetisch sortierte Buchtipps.

Zygmunt Bauman:

Verworfenes Leben. Die Ausgegrenzten der Moderne

Über die Verlierer der Arbeitsgesellschaft, der die Arbeit ausgeht.

In seinem neuen Buch blickt Zygmunt Bauman hinter die Kulissen unserer globalisierten Gegenwart.

Seine These trifft den Kern der neuzeitlichen Rationalität: Ein Ergebnis von Modernisierungsprozessen besteht in der Exklusion von Menschen aus den sozialen, nationalstaatlichen und kulturellen Zusammenhängen.

Ortlose Migranten, Flüchtlinge und für »überflüssig« gehaltene Menschen – in ihrem Schicksal manifestiert sich die Tatsache, daß die Entwicklung der modernen Gesellschaften in ökonomischer und politischer Hinsicht nicht etwa in der Integration aller besteht.

Frithjof Bergmann:

Neue Arbeit, neue Kultur: Ein Manifest

Berufung statt Beruf!

Wir leiden nicht nur an schwindenden Arbeitsplätzen, sondern vor allem auch an dem, was der Philosoph Hegel „die Armut der Begierde“ nannte. Gemeint ist damit die Unfähigkeit, Wünsche zu äußern und eigene Projekte zu realisieren.

Nicht zuletzt deshalb klammern wir uns an Jobs, die nicht nur unseren Lebensunterhalt, sondern auch unseren Platz in der Gesellschaft sichern – selbst dann, wenn sie unbefriedigend sind. Und wir verzweifeln übermäßig, wenn wir sie verlieren.

Um Abhilfe zu schaffen, müssen wir uns mehr auf das besinnen, was wir „wirklich wirklich wollen“.

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