Leichtigkeit, NaNoWriMo & Weihnachtsvorbereitung

Eigentlich sollte das hier kein Depressionsblog werden und doch häufen sich trübsinnige Gedanken. Vielleicht sollte ich das Layout etwas freudiger gestalten oder dieses Headerbild von der eingesperrten Katze austauschen. Dabei finde ich es eigentlich witzig.

Witzig sein, ist das Stichwort des Tages. Ich brauche mehr Spaß, Freude und Leichtigkeit in meinem Leben. Nur wie soll ich das mit der Berufstätigkeit vereinbaren? Oder mit der riesigen To-Do-Liste, die sich in wöchentlicher Regelmäßigkeit wiederholt? Ganz zu schweigen von der Ernsthaftigkeit, mit der ich mich in meine Projekte stürze.

Gerade habe ich mich wieder in einer Sache verbissen, sie heißt NaNoWriMo. Das Ziel ist es den dunklen Monat November zum Verfassen eines Romans zu verwenden. 50.000 Wörter soll man innerhalb eines Monats schreiben, das Tagesziel liegt demzufolge bei 1670 Wörtern. Muss ich sagen, dass ich weit davon entfernt bin, das zu schaffen?

Mein Pensum liegt zwischen 300 und 500 Wörtern pro Tag, aber immerhin schreibe ich regelmäßig und mache Fortschritte. Dafür fällt der Schreibkurs hinten über. Ich bin bei Lektion 6 von 7 und ich schaffe nur ganz wenig. Wenn ich in dem Tempo weiter mache, werde ich die Deadline vom 2. Dezember nicht einhalten können.

Aber zum Glück gibt es Wichtigeres als diese Deadline. Weihnachten steht vor der Tür und ich bin erstmals in der Lage mir Weihnachtsgeschenke leisten zu können, die diesen Namen verdienen. Vorbei sind die Zeiten, in denen ich gezwungen war, mich in die Küche zu stellen und irgenwelche seltsamen Kreationen zu zaubern, die ich verschenken konnte.

Das einfachste, beste und billigste Weihnachtsgeschenk ist Karamellsirup. Zucker und Wasser braucht man dafür und ein bisschen Geschick. Kräuterbutter eignet sich auch gut zum Verschenken und ich bin froh, dass ich mich getraut habe, selbstgebrannte Mandeln zu machen. Das ist gar nicht so schwer und ziemlich lecker.

In diesem Jahr soll es aber Premium-Weihnachtsgeschenke geben. Daher beginne ich schon früh mit der Planung. Was es werden soll, weiß ich noch nicht, aber immerhin habe ich mir eine Liste gemacht. Ich habe das Gefühl, je älter man wird, desto schwieriger werden die Weihnachtsgeschenke. Schließlich haben die Leute schon alles und man weiß kaum, womit man sie noch erfreuen könnte.

Was ich mir selbst wünschen soll, weiß ich auch nicht so richtig. Ich war viel shoppen in der letzten Zeit und habe vor allem meinen Kleiderschrank, der ja größtenteils aus Second Hand Sachen bestand, etwas aufgestockt. Von den 15 Paar Hosen, die manche Kinder bei sich im Schrank haben, bin ich trotzdem meilenweit entfernt, aber man muss auch nicht jede Perversion mitmachen. Zumal ich tatsächlich auch gar keinen vernünftigen Kleiderschrank habe.

So läuft es also bei mir momentan. Ich bin eigentlich zufrieden und freue mich auf die kommenden Feiertage. Ich könnte natürlich darüber jammern, dass es so dunkel ist, aber was würde das bringen? Meinem Roman ist es de facto egal, ob er im Hellen oder im Dunkeln geschrieben wird. Mir aber nicht. Ich schreibe morgens. Abends bin ich zu knülle und kriege mich nicht motiviert.