Wartung der Mensch-Maschine

Die seelische Gesundheit beschäftigt mich noch immer. Meine eigene in allererster Linie, aber auch die anderer Menschen. Vor allem interessiert sich mich aus theoretischer Perspektive. Heute las ich einen Artikel, in dem kritisiert wurde, dass Techniken wie Achtsamkeit, Meditation und Yoga letztlich auch nur dem Funktionieren des Subjekts in der Arbeitsgesellschaft dienen bzw. der Wartung der Mensch-Maschine, wie der Autor es formulierte.

Daran ist sicherlich vieles richtig. Auch ich bin keine Freundin dieser Techniken, wenn sie zum Selbstzweck werden. Fakt ist aber, dass seelische Gesundheit innerhalb der Arbeitsgesellschaft immer den Aspekt des Funktionierens beinhaltet. Der Mensch soll ermächtigt werden, sein Leben selbständig zu bewältigen und dazu gehört nun einmal auch den Lebensunterhalt zu bestreiten.

Berufung Bloggen

Das Thema des dieswöchigen Webmaster Friday Bloggen als Beruf? gibt mir die Gelegenheit einige Überlegungen aus meinem letzten Artikel Arbeitskraft – mein größtes Vermögen? etwas klarer auszuformulieren. Ich möchte daher an den letzten Artikel anknüpfen und dabei die Frage des Webmaster Friday beantworten: Kann Bloggen ein Beruf sein?

Um diese Frage zu beantworten, müssen wir erst einmal heraus finden, was eine Tätigkeit zu einem Beruf macht.

Was ist ein Beruf?

Es gibt zwei Arten von Berufen. Die Eine hängt hauptsächlich von der erworbenen Qualifikation oder Ausbildung ab, während die Andere nur in Verbindung mit einer Anstellung oder einem Arbeitsplatz zustande kommt.

Wer eine Ausbildung zur KfZ-Mechanikerin gemacht hat, ist auch dann noch KfZ-Mechanikerin, wenn sie zwischenzeitlich arbeitlos, in Elternzeit oder anderweitig beschäftigt ist. Andere Berufe ergeben sich nur daraus, dass man eine entsprechende Anstellung findet, z. B. als Redakteurin oder Projektmanagerin. Und macht man sich selbständig, kann man sich auch gleich eine eigene Berufsbezeichnung ausdenken.

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