Raus aus der Einzelhaft

Rein in ein alternatives Wohnprojekt?

Und wieder einmal stellt sich mir die Frage: Ist das ein legitimer Wunsch oder nur eine Fluchtfantasie?

3 Tage träume ich davon, nach Weimar zu ziehen. Dann hake ich die Idee ab und lege sie ad acta.

Ich kann mir auch in einer anderen Stadt nicht entkommen und zweifle an dem Sinn dieser Aktion.

Dabei müsste ich es vielleicht einfach mal probieren und schauen, wie es wäre.

Ich behalte die Idee im Hinterkopf.

Der ultimative Masterplan | Das Wachsen des Ideenbaums

Es ist so, dass ich etwas schreiben möchte. Aber ich weiß nicht was. Es sollte eine nie dagewesene Story werden, die der Leser nicht mehr aus der Hand legen kann. Das ist das große Ziel. Der Masterplan quasi. Ich weiß aber auch, dass ich auf diesem Weg noch viele Schritte gehen muss und wahrscheinlich auch Hindernisse zu überwinden sind.

Ich beginne damit einen Schreibkurs zu machen. Mein erstes Romanprojekt stelle ich hinten an, da ich es nicht mehr sehen mag. Ich habe es für schlecht befunden. Es ist zu realistisch und ich selbst würde so ein Buch nicht lesen wollen. Ich behalte es aber im Hinterkopf, werde es gelegentlich gießen und darauf hoffen, dass es irgendwann austreibt.

Jetzt widme ich mich erst einmal der Verfeinerung meiner Fähigkeiten. Die erste Lektion ist abgeschlossen, die zweite wartet schon auf mich und ich kann es kaum erwarten, endlich mit ihr durchzustarten. Es geht um Ideenfindung. Das ist gerade das, woran ich momentan strauchele.

Die Ideen fliegen durch meinen Kopf, wie ein Sternschnuppenschwarm und lassen sich nicht greifen. Ich weiß, dass sie da sind und gelegentlich ziehen sie auch an meinem Bewusstsein vorbei. Doch bekomme ich sie einfach nicht zu fassen. Es sind erst einmal einzelne Ideen, doch lässt man sich auf deren Betrachtung ein, geht schon bald ein ganzer Schauer nieder.

So langsam nehmen einzelne Ideenstränge Form an, aber es ist immer noch viel zu vage, um ein ernsthaftes Projekt zu sein. Ich fürchte, ich werde mich noch sehr lange mit dieser halbgaren Form beschäftigen, aber das ist auch schön. Es macht Spaß, rumzuspinnen, Ideen zu sammeln und wieder zu verwerfen, in die Eine, dann in die Andere Richtung zu denken und dabei zu versuchen, etwas in eine Form zu gießen.

Eigentlich ist es eher wie Blumen gießen. Jeden Tag sprießt ein neuer Trieb. Ich bin fasziniert und berauscht zu gleich, sauge gierig alles in mich ein und versuche nicht den Überblick zu verlieren. Es ist schön, dass ich nun klar definierte Übungsaufgaben absolviere um in der Freizeit davon, den Geist schweifen lassen zu können und erstmal einfach nur Material anzuhäufen.