Neue Ziele

Seit einiger Zeit bin ich wieder aktiv auf Twitter. Ich habe meinen alten Account ausgegraben und angefangen aktiv zu posten. Es macht mir großen Spaß Kurzbeiträge zu verfassen. Aphorismen waren schon immer ein Steckenpferd von mir und Twitter scheint das geeignete Medium dafür zu sein.

Es könnte das geeignete Medium dafür sein, wenn es nicht mit so vielen Problemen daherkäme.

Zum ersten macht es einfach keinen Spaß zu twittern, wenn man nur eine geringe Reichweite hat, da man absolut kein Feedback bekommt. Zum zweiten versinken Beiträge sehr schnell in der Versenkung und nach einer Weile kann man sie nicht mal selbst noch abrufen. Dadurch bekommt man schnell das Gefühl, dass die eigenen Beiträge ungehört bleiben und man seine Zeit verschwendet. Wie viel Spaß macht es, wenn nur man selbst über seine Witze lacht?

Auch große Accounts scheinen dieses Problem zu haben und beklagen sich darüber, dass immer weniger Nutzer mit ihren Beiträgen interagieren. Wenn man aber weniger als 100 Follower hat, ist Twitter gähnende Leere. Man erreicht wohl mehr Menschen mit Graffiti auf einer Klotür.

Ich möchte mir auf Twitter zunächst mal eine Community aufbauen. Ich möchte mich mit anderen Usern austauschen, lustige Beiträge lesen und kreative Rückmeldungen auf meine Tweets bekommen. Freunde finden! Ich möchte üben, mich kurz und prägnant auszudrücken und Sachen auf den Punkt zu bringen.

Ich möchte mit meinen Beiträgen zum Nachdenken oder Lachen anregen, auch wenn mir das vielleicht noch nicht so gut gelingt. Übung macht den Meister, sagt man und das gilt wohl auch für Twitter.

Damit ich meine alten Tweets wenigstens als Inspiration für mein Schreiben verwenden kann, habe ich mein Tweet-Archiv zum Download angefordert. Das kann man einfach in den Einstellungen machen. Ich werde bei Gelegenheit alles durchgehen und in meine neue Notizapp übernehmen: Simplenote.

Simplenote hat den Vorteil, dass es Clients für alle Systeme hat, sogar Linux und die Synchronisation auf beliebig vielen Geräten kostenlos ist. Es ist eine schlanke Software und lädt sehr schnell. Den einzigen Nachteil sehe ich darin, dass man keine Bilder einfügen kann. Da ich diese Funktion aber eher selten nutze, ist das kein Problem.

Seit etwa 2 Wochen bin ich also nicht nur auf Twitter aktiv, sondern auch damit beschäftigt, mir ein Notizen-Archiv zu erstellen, mit Themen, Gedanken und Anregungen, über die ich vielleicht einmal mehr schreiben möchte. Das soll der Grundstein für meine Karriere werden.

Mein neues ultimatives Ziel besteht darin, eine Sitcom zu entwickeln. Dafür sammele ich unaufhörlich Material und arbeite nach wie vor an meinem Schreibkurs. Nachdem ich das Buch Handbuch Humor gelesen hatte, konnte ich nicht mehr aufhören, überall um mich herum komische Figuren zu sehen. Wenn man den Dreh einmal heraus hat, ist es wirklich unmöglich Leute nicht als komisch anzusehen.

Ich habe mir außerdem 2 UdemyKurse über Comedy Writing geholt und bin mit dem ersten bereits durch. Jetzt geht es darum, mir Material zu erarbeiten und so versuche ich die Aufgaben meines Schreibkurses in einem komischen Licht zu sehen. So macht es mir mehr Spaß und den Lesern/Korrektoren hoffentlich auch.

Es ist so schön, ein Ziel zu haben, auch wenn es höher als der Mount Everest ist. Jedenfalls für mich.

Hallo Welt: Ein Held wird erwachsen und bleibt der Nachwelt gedanklich erhalten

Nachdem ich es geschafft habe, meine alten Blogbeiträge zu zerstören, ist es nun an der Zeit für ein neues Blog an einem Ort, an dem ich nichts kaputt machen kann. Wenn man ein antiker Superbösewicht ist, kann es schon mal passieren, dass so ein Server das Zeitliche segnet. Es war ein tragischer Unfall, wenn auch schon zum zweiten Mal.

Ein Neuanfang ist daher das Mittel der Wahl. Ich trauere dem Verlust nicht hinterher. Es war zwar Großartiges dabei, aber auch viel Gedankenmüll und es ist vielleicht besser, wenn manche Erinnerungen dem Zahn der Zeit zum Opfer fallen. Da ich aber auch jemand bin, der gerne Archive anwachsen sieht, mache ich einfach weiter, als ob nichts geschehen wäre.

Der Neuanfang erstreckt sich nicht nur auf das Bloggen, sondern betrifft mein Leben im Allgemeinen, wenn ich so darüber nachdenke. Ich habe erstmals eine Vollzeitbeschäftigung aufgenommen und gehöre nun der Erwachsenenwelt an. Superhelden brauchen vielleicht länger um erwachsen zu werden, aber irgendwann ist es auch bei uns so weit.

Diese Worte möchte ich als „Hallo Welt“ in den Raum stellen und zukünftig vorbildlich jedes Wochenende von meinen Abenteuern berichten. Die meisten dieser Abenteuer werden nur in meinem Kopf stattfinden, aber wir wissen ja mittlerweile, dass sie deswegen nicht weniger real sind.

Mehr möchte ich zu diesem Zeitpunkt über meine besonderen Fähigkeiten nicht offenbaren. Die geneigte Leserschaft darf sich ihrer Fantasie bedienen und mit Spannung verfolgen, wie dieses Gedankenblog sich zukünftig entwickelt. Ich bin zwar ein Fan von Plänen und Plots werde mich aber hier von der Spontanität des Moments leiten lassen. Gedankenergüsse lassen sich nicht planen. Ob sie literarisch wertvoll sind, sollen Andere beurteilen.

Mir kommt es darauf an, mich um mein schriftstellerisches Talent zu kümmern und ihm ein paar weiße Seiten zur Verfügung zu stellen, mit denen es spielen kann. Wenn von 10 Texten einer gut ist oder auch nur Auszüge davon, wird mich das mit Dankbarkeit erfüllen und meinem Ehrgeiz vielleicht neue Gipfel bieten.

Ich träume davon, dass die Nachwelt meine Worte zu schätzen weiß, so wie ich die vielen Äußerungen früherer Autoren in mich aufgesogen habe. Ob eine Geschichte dabei herauskommt, ein Sachtext oder gar etwas Philosophisches, ist mir ganz egal. Die Grenzen sind ohnehin fließend.

Man hat mich überzeugt, dass man mit einem selbstreferentiellen Blog nicht berühmt werden kann. Ein Bedürfnis muss man erfüllen und eine Nische finden, in der man Mehrwert produzieren kann. Mehrwert habe ich aber nicht zu bieten. Schon allein deswegen nicht, weil ich mich weigere, meinem Geist Grenzen aufzuerlegen. Das ist vielleicht zu viel für einige, zu konfus für andere und zu langweilig für die allermeisten. Wir werden sehen.