Work, Bitch!

Vielleicht interessiere ich mich für die Frage, wie wir in unserer abgedrehten Welt noch Sinn finden können.

Meine Antwort war bisher
Work, Work, Work, Work, Work

Mehr Interessen, mehr Projekte, aber nicht unbedingt im Sinne schneller, höher, weiter, sondern eher im Sinne von Ausgleich und Balance.

Ist halt bloß die Frage, wie ausgeglichen man sein kann, wenn man mit 200km/h über die Autobahn rast.

Ameise auf hedonistischer Tretmühle

Mein Leben ist eine große Schicht Ignoranz und Weglaufen. Ich laufe vor allem weg und tue so, als könnte ich in lustigen Aktivitäten die Erfüllung finden. Dabei sorgt das nur dafür, dass mein Leben noch leerer wird.

Ich hätte diesen Stöpsel nicht ziehen dürfen. Darüber war eine rosarote Schicht und jetzt kommt nur klebriger schwarzer Teer hervor. Widerlich! Was an den Abgründen meiner Seele steckt.

Die Bucket-Liste und die vielen Projekte sind auch nur Beschäftigungstherapie und ich frage mich, ob der Sinn hinter dem Allem wirklich nur in Spaß-haben und das-Leben-genießen besteht. Irgendwie haben wir doch die Kapazität unsere kurzfristigen Bedürfnisse zurückzustellen und sie gegen langfristigere auszutauschen. Die Frage ist nur: Was ist die Mühe wert?

Oder ist das eine Falle, mit der man sich unglücklich macht?

Irgendwie dreht und dreht sich die scheiß Welt einfach immer weiter und ich weiß nicht, was das Leben wirklich lebenswert macht. Eigentlich heize ich nur dem nächsten Kick hinterher: Dopamin, Adrenalin, Endorphin, Oxytozin, Serotonin. Soll das alles sein?

Die Frage ist doch: Was sind sinnvolle Beschäftigungen? Und wer entscheidet das?

Dein Beitrag zur Welt, kleine Ameise

Die Idee des Dienens wird immer größer, aber welchen Beitrag kann ich wirklich leisten?

Einerseits kriege ich nichts auf die Reihe und andererseits habe ich nichts zu bieten.