Ich fange an:
- Der Teil, der Vorschriften macht, wie man sein Leben leben müsste
- Der vorgeschriebene Lebenslauf
- Das „Das macht man so!“
- Kurz: Gesellschaftliche Normen

Keine Verschwörung ohne Geheimnisse
Ich fange an:

Ein Grundproblem meiner Existenz? Eine Falle der hedonistischen Tretmühle?
Die Überforderung ist so real wie meine Erschöpfung. Und doch kenne ich es schon gar nicht mehr anders. Angeblich haben alle Menschen gleich viel Zeit. Jeder Tag geht 24 Stunden.
Angeblich ist Zeit aber auch relativ. Und auf dem Mars sind die Tage länger. Inwiefern das den überforderten Menschen weiterhilft, hat mir zumindest noch niemand gesagt.
Es wird auch gleich wieder jemand um die Ecke kommen und mir das Recht absprechen, überfordert zu sein. Ich hätte ja so viel Zeit, sagte man mir. Darf man als Single, Mitte 30, in der Großstadt also nicht überfordert sein?
Was, wenn die Überforderung meine Zeit frisst? Was, wenn du mir die Zeit raubst?
Trotzdem will ich natürlich eine Revolution gegen den Ernst des Lebens starten. Aber wie sollte die aussehen? Klar, könnte ich auf einem Bein hüpfen, aber was bringt das?
Gegen den Ernst des Lebens
Gegen die Langeweile
Gegen das Erwachsenenleben
Für mehr Pippi Langstrumpf & Einhörner in meinem Leben.
Für mehr Freude & Albernheit
Für ein 100% besseres Leben
Die Idee ist so einfach wie simpel: Jeden Tag irgendwas albernes, lustiges, beklopptes machen.
Denn wer am häufigsten lacht, lacht am besten.
Es war eine ganz normale Woche und doch bin ich so erschöpft, dass ich einfach nur weinen möchte.
Was ist bloß los?
Rein in ein alternatives Wohnprojekt?
Und wieder einmal stellt sich mir die Frage: Ist das ein legitimer Wunsch oder nur eine Fluchtfantasie?
3 Tage träume ich davon, nach Weimar zu ziehen. Dann hake ich die Idee ab und lege sie ad acta.
Ich kann mir auch in einer anderen Stadt nicht entkommen und zweifle an dem Sinn dieser Aktion.
Dabei müsste ich es vielleicht einfach mal probieren und schauen, wie es wäre.
Ich behalte die Idee im Hinterkopf.
2024 und ich krame dieses Blog wieder hervor. Ich muss etwas gegen die Überforderung tun und gegen die Diskrepanz zwischen Innen- und Außenleben, die einfach viel zu groß geworden ist. Freut euch also auf neue (und ältere) Auszüge aus meiner überaus reichen Gedankenwelt!

Immer wieder stelle ich mir die Frage „Wie kann ich mein Leben aufregender gestalten?“ und wenn ich aufregender sage, meine ich damit eigentlich abwechslungsreich. Das ist schließlich mein Motto für dieses Jahr: Abwechslung als Routine.
Wie ich das bisher umgesetzt habe, ist aber nicht so ganz ersichtlich. Anstatt kleine Abenteuer zu erleben, versuche ich eher neue Routinen zu entwickeln. Fabulous inspiriert mich dazu, mir neue regelmäßige Aktivitäten auf die Fahnen zu schreiben. Und tatsächlich mache ich definitiv mehr Sport beispielsweise als noch im letzten Jahr, auch wenn es nur ein Strecken und Recken oder andere kurze Dehnübungen zwischendurch sind.
Kleine Abenteuer gebe ich mir natürlich auch, aber seltener. Den einen Tag bin ich einfach mal so 3 Kilometer zum Flughafensee spaziert. An einem anderen Tag habe ich mit einer Freundin eine sehr spaßige lialo-Tour durch Berlin ausprobiert. Und ich möchte auch immer noch den Brecht-Spaziergang vom Berliner Ensemble testen.
Finden Sie auf diesem Blog also ab sofort die besten Freizeittipps von Miss Picky? Nein, natürlich nicht. Es geht hier eher um Veränderungen und mein persönliches Wachstum. Ich versuche mich mit meinem Erwachsenenleben anzufreunden, was echt nicht so leicht ist. Aber da wir nun mal viel Zeit miteinander verbringen, ist es besser Freundschaft zu knüpfen als sich feindselig gegenüber zu stehen.
Dabei hätte ich schon Lust Freizeittipps zu teilen. Ich recherchiere immer viel und bin stets offen für Aktivitäten in meiner Nähe. Für die Zeit nach Corona (oh ja, sie wird kommen!) habe ich mir vorgenommen über nebenan.de ein Picknick im Park zu organisieren. Darauf freue ich mich irrsinnig!
Ich freue mich auch darauf wieder auf Konzerte zu gehen, ins Schwimmbad möchte ich unbedingt, frühstücken gehen und nach Herzenslust Klamotten shoppen und natürlich die schönen neuen Klamotten ausführen. Dazu fehlt einem ja aktuell jede Gelegenheit. Man kann sich nur für die Kamera schön machen.
Manche von euch erinnern sich vielleicht noch an die Zeit, als man sich jeden Tag fürs Büro anziehen musste. Es ist verdammt lange her und ich fand es früher nicht immer schön. Aber im Sinne des Mottos „Abwechslung als Routine“ könnte ich mir das für eine Weile mal wieder vorstellen.
Home Office ist ja schön und gut, aber irgendwann reicht es auch. Ich wünsche mir eine flexiblere Art zu arbeiten, sodass Home Office und Präsenzphasen sich abwechseln. Die neuartige Spätschicht hat diese Woche ein bisschen für ein Gefühl der Neuheit gesorgt, aber auch das wird wohl bald zur Routine werden.
In diesem Sinne möchte ich mal ein paar Fragen in den Raum werfen. Vielleicht habt ihr ja Lust eure Erfahrungen mit mir zu teilen:
Ich freue mich auf eure Meinungen.