Ich kraxele fröhlich am Abhang entlang.

Trotzdem will ich natürlich eine Revolution gegen den Ernst des Lebens starten. Aber wie sollte die aussehen? Klar, könnte ich auf einem Bein hüpfen, aber was bringt das?

Täglicher Akt der Rebellion

Gegen den Ernst des Lebens
Gegen die Langeweile
Gegen das Erwachsenenleben

Für mehr Pippi Langstrumpf & Einhörner in meinem Leben.
Für mehr Freude & Albernheit
Für ein 100% besseres Leben

Die Idee ist so einfach wie simpel: Jeden Tag irgendwas albernes, lustiges, beklopptes machen.

Wie setzen wir das um?

  • Ich brauche mindestens ein farbiges Post-It an meinem Laptop.
  • Oder gleich ein ganzes Vision Board.
  • Oder ich stelle mir einen stündlichen Alarm mit: Sei albern.
    (Das ist in sich bereits albern und daher gut).
  • Wir fangen klein an: Ein Witzchen am Tag ist bereits die halbe Miete.

Denn wer am häufigsten lacht, lacht am besten.

Wie kann man im Zeitalter des Internets und KI noch Mensch sein?

Menschsein bedeutet ganz sicher nicht, einem vorgeschriebenen Lebensplan zu folgen.

Wir sind heute mehr denn je bloße Datenpunkte. Objekt statt Subjekt.

Wie kann es sein, dass im 21. Jahrhundert die höchste Fähigkeit des Menschen, das Denken, zum Problem wird? Ich höre immer nur Monkey Brain und Overthinking und Self-Sabotage. Die ganze Verantwortung darauf, mit der weltlichen Überforderung klar zu kommen, wird auf das Individuum gelegt.

Work, Bitch!

Vielleicht interessiere ich mich für die Frage, wie wir in unserer abgedrehten Welt noch Sinn finden können.

Meine Antwort war bisher
Work, Work, Work, Work, Work

Mehr Interessen, mehr Projekte, aber nicht unbedingt im Sinne schneller, höher, weiter, sondern eher im Sinne von Ausgleich und Balance.

Ist halt bloß die Frage, wie ausgeglichen man sein kann, wenn man mit 200km/h über die Autobahn rast.

Man müsste eine neue Art von Protest erfinden

  • Was kann ich gegen die wachsende Ungerechtigkeit in der Welt tun?
  • Wie kann ich die Welt besser und schöner machen?
  • Wem kann ich wie helfen?
  • Wie kann ich möglichst vielen Menschen helfen?
  • Was kann ich gegen die Arbeitsgesellschaft unternehmen?
  • Was stört mich an unserer Zeit am meisten?
  • Warum ist alles so teuer geworden?
  • Warum bezahlen wir Jahrhunderte nach Marx immer noch mit unserer Arbeitskraft?
  • Würde es irgendwem helfen, wenn ich das Kapital lesen würde?
  • Wie kann ich die kommunistische Revolution hervorrufen, für mehr Liebe und Freundschaft sorgen und Geld weniger wichtig machen?
  • Was sind überhaupt meine Themen?

Raus aus der Einzelhaft

Rein in ein alternatives Wohnprojekt?

Und wieder einmal stellt sich mir die Frage: Ist das ein legitimer Wunsch oder nur eine Fluchtfantasie?

3 Tage träume ich davon, nach Weimar zu ziehen. Dann hake ich die Idee ab und lege sie ad acta.

Ich kann mir auch in einer anderen Stadt nicht entkommen und zweifle an dem Sinn dieser Aktion.

Dabei müsste ich es vielleicht einfach mal probieren und schauen, wie es wäre.

Ich behalte die Idee im Hinterkopf.